Sonntag, 26. April 2009

Der Frühling macht mich immer fertig, jedes mal. Verzeihung für die lange Sendepause, ich wanderte im finstren Tal und träumte vom Herbst, aber langsam gehts aufwärts.
Also: Die beste Lebensgefährtin von allen hat wieder mit asiatischem Kampfsport angefangen. Jedes mal, wenn ich jetzt ihren Missfallen errege, stellt sie sich breitbeinig hin, leicht seitlich zu mir gedreht, hält ihre Fäuste komisch und setzt eine sanfte Variante des Killerblicks auf. Manchmal, häufiger, macht sie es auch so, nur zum Spaß, wenn ich eigentlich brav war. Manchmal lässt sie auch noch spielerisch den Spann ihres Fußes gegen meine Hüfte ditschen, als Erinnerung daran, dass das auch fester geht. Das ist alles zum Zwecke der Übung, sagt sie mir dann, Karate kennt keinen ersten Angriff. Schöne Worte.
Was soll ich sagen? Ich fühle mich langsam wie Inspektor Clouseau, der, wenn er heimkehrt, durch die Wohnung schleicht auf der Suche nach seinem asiatischen Diener Kato, der irgendwo im Dunkeln lauert, um ihn k.o. zu hauen.
Ich werde mich im Kurzstreckensprint üben, denke ich. Tut mir mal ganz gut, die Bewegung.
Einen neuen Kühlschrank haben wir. Die Stadtwerke mussten ihren Champagnerbrunnen stilllegen, den sie mit unserer Stromrechnung finanzierten. Soll mir egal sein.
Das einzig niveauvolle im Fernsehen sind zur Zeit die Kommentare von Monty Arnold in der Sendung Upps - Die Pannenshow. Ist so. Thomas Mannsche Weite, biblische Tiefe, groß. Hätt ich gerne als Skript.
So, das muss erst mal reichen. Ermattet bin ich. Sch**** Frühling.

3 Wortmeldungen:

Juttimutti hat gesagt…

Apropos Karate - hab' acht wenn sie die Musik aufdreht...sie trainiert grade "Freikampf mit Musik" :).

Charlotte hat gesagt…

Ach, die Stereo-Anlage ist ja schon ihrer Handkante zum Opfer gefallen.

Charlotte hat gesagt…

Ach, die Stereo-Anlage ist ja schon ihrer Handkante zum Opfer gefallen.